3 Comments

  1. Michael

    Hallo, Danke dir für dieses wirklich schöne Posting. Ich bin 35 Jahre alt und habe nach 13 jähriger Beziehung eine Trennung von einer Frau hinter mir die ich wirklich geliebt habe. In all den Jahren habe ich nie wirklich auf mich selbst geachtet. Ich dachte wenn die Anderen um mich glücklich sind bin ich auch glücklich. Nach der Trennung stand ich plötzlich komplett alleine da. Einher ging auch ein Gefühl der Leere und einer panischen Verlustangst. Angst Familienmitglieder zu verlieren. Angst keine neuen Freunde zu finden. Und schließlich schweiften meine Gedanken Jahrzehnte in die Zukunft, wo ich mich als alter Mann sah der niemanden haben wird der sich für ihn interessiert.
    Ich gebe zu, obleich ich erstmals wirklich an mir arbeite sind diese Gedanken noch nicht ganz verschwunden. Den Sinn des Lebens oder eine Tätigkeit die mich wirklich voll und ganz einnimmt habe ich noch nicht gefunden. Und auch wenn ich noch nie so stark aus mir herausgegagen bin wie im letzten Jahr, und große Fortschritte gemacht habe kommen die Gedanken der Einsamkeit jede Nacht wie eine Lawine über mich.
    Ich habe erstmals in meinem Leben neue Freunde gesucht. Es sind 4 Menschen die ich wirklich gerne habe, die sich untereinander leider nicht kennen. Und obgleich ich diese 4 öfter sehe und stundenlang Spaß bzw. angeregte Diskussionen habe öffnet sich sobald ich alleine bin sofort wieder das Loch der Einsamkeit.
    Ich tue mir noch schwer mich mit mir alleine zu beschäftigen. Ich muß mich erst noch finden. Mit 35 Jahren ist es noch nicht zu spät.
    Als introvertierter Mensch, der aber einen großen Drang hat unter Leuten zu sein, und sich eigentlich mit vielen Menschen gut unterhalten kann, tue ich mir halt ein wenig schwer Menschen zu finden mit denen man auch mal über tiefsinnigere Themen plaudern kann. Schnell stellt sich das Gefühl ein introvertiert zu sein, sei eine Art Strafe die einem auferlegt wurde. Ich denke die Lösung ist die Introvertiertheit zu akzeptieren, sich selbst zu finden und aus diesem gestärkten Ich in die Welt rauszugehen.
    Ich kann es noch nicht ganz glauben dass ich irgendwann mit mir selbst alleine glücklich sein werde. Aber es ist mir wichtig zu versuchen dort hinzukommen.

    Meine Erkenntnisse des letzten Jahres sind:
    + Mach was für dich, denn du solltest es dir wert sein.
    + Man kann introvertiert sein und trotzdem die Gesellschaft anderer Menschen suchen. (In meinem Fall glauben mir die Leute, die mich neu kennen gelernt haben nicht dass ich introvertiert bin)
    + Vertritt deine eigene Meinung auch wenn du damit aneckst. (Ich finde das gehört auch zur Selbstliebe dazu)
    + Versuche nicht anderen zu helfen bzw. ihnen etwas zu geben weil du willst dass sie dich gern haben, sondern weil du ihnen von dir aus aus Liebe etwas geben möchtest.

    Danke nochmals für dein Posting. Es hat mir wieder einige Inputs gegeben.
    Schön dass es Menschen wie dich gibt.

    Liebe Grüße Michael.

    • Melanie

      Hallo Michael!
      Ich danke dir sehr, dass du deine Erfahrung so offen mit uns teilst. Deine Erkenntnisse klingen wie wahre Gewinne.
      Eine wundervolle Inspiration.
      lg Melanie

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