10 Comments

  1. Liebe Melanie
    ja, Erwartungen die nicht erfüllt werden können schmerzhaft sein und wütend machen. Ich habe auch aufgehört unausgesprochene Erwartungen, die nur in meinem Kopf waren, als gegeben zu nehmen. Das ist nicht immer einfach aber machbar. Deine Videos sind übrigens sehr schön. Lg. Gabi

  2. Claudia

    Liebe Melanie,
    herzlichen Dank für Deinen Beitrag über Erwartungen
    Beim Lesen des Absatzes „Wünschen statt erwarten“ ist sofort in meinem Kopf das Wort „Manipulation“ aufgetaucht. Echt schwierig, weil in meinem Kopf bleiben die ausgesprochenen Wünsche ja doch Erwartungen oder nicht? Bin ich dann z.B. meinem Partner gegenüber aufrichtig, wenn ich meine Erwartung als „Wunsch“ verpacke, mit der Absicht, daß mein Wunsch/Erwartung doch erfüllt wird

    • Melanie

      Liebe Claudia!
      Ein interessanter Ansatz den du mit deinem Kommentar aufwirfst. Ich kann dir zustimmen, denke aber auch, dass Worte mächtig sind. Und wenn man die Erwartung dann auch für sich durch wiederholte Gedanken in einen Wunsch verwandelt und dann außerdem noch nach Möglichkeiten sucht, wie man sich diesen teilweise selbst erfüllen könnte, so kommen wir der Sache mit dem Erwartungen loslassen wohl schon näher.
      In einem meiner nächsten Beiträge, geht es um Wünsche (können ja auch Erwartungen sein) die einfach nicht erfüllt werden wollen. Und vor allem darum, wie man damit umgeht.
      Herzlichen Gruß
      Melanie

  3. GoetheLady

    „Ich lasse mich treiben und glaube daran, dass es gut ist, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt werden. Heute weiß ich vielleicht noch nicht warum. Aber irgendwann bin ich vielleicht sogar froh darüber, …“ DANKE! für DEN Satz …
    und für das Credo: Worte haben Macht … JA+JA+JA
    Achtsamkeit mit sich selbst hat für mich sehr an Bedeutung gewonnen … es ist SEHR anstrengend, im Internet (eigentlich pausenlos … ?schlimmer als TV) damit bombardiert zu werden, dass man schon wieder etwas ändern – angeblich verbessern – soll.
    🙂 und – natürlich – dafür etwas kaufen soll … Erwartung?!
    Herzliche Grüße von ANITA

  4. Marita

    Liebe Melanie,
    Ich sag’s ja immer, man lernt nie aus.
    Ich habe, trotz meiner 50 Lebensjahre, erst durch Deinen Blog die Chance zu lernen, meine, immer noch zu hohen, Erwartungen an andere zu reduzieren…. vielleicht ja komplett auf Null zu setzen.
    Ich kenne nämlich dieses sehr negative, lähmende, und selbstzerstörerische Gefühl von nicht-erfüllten-Erwartungen nur zu gut. Vielleicht, weil ich mich steht’s bemüht habe, die in mich gesetzten Erwartungen vollumfänglich zu erfüllen…..

    Wie dem auch sei, ich werde von jetzt an versuchen, mich an Deine Vorschläge/Ratschläge zu halten.
    Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße, Marita.

    • Melanie

      Liebe Marita!
      Ich danke dir für deine offenen und ehrlichen Worte. Auch ich brauche immer wieder Anstöße von Außen um im Innen weiterzukommen. Es freut mich, dass du meinen Blog gefunden hast.
      Herzliche Grüße Melanie

  5. Karin

    Danke für den schönen Artikel! Ich bin über „hohe Erwartungen“ darauf gestoßen und habe daraufhin in Deinem Blog rumgestöbert, Deine Artikel sprechen mich sehr an!

    Ich habe niedrige Erwartungen an andere und komme daher mit den meisten Menschen in meiner Umgebung gut aus, werde selten enttäuscht. Selbst meine Kinder in der Pubertät kann ich so nehmen wie sie sind, habe keinen Drang, rumzunörgeln und ärgere mich so gut wie nie über sie.

    ABER: Ich habe sehr hohe Erwartungen an mich selbst und enttäusche mich regelmäßig selbst, worüber ich mich maßlos ärgern kann.

    Die größte Plage für mich ist, dass ich so hohe Erwartungen an besondere Momente habe – besonders im Urlaub, am Wochenende etc. Ich möchte diese besonderen Tage oder Momente ohne Störung genießen, im Augenblick leben, den Augenblick schätzen. Doch sobald mir dies bewusst wird, komme ich in einen „Selbstbeobachtungsmodus“, der es mir schwer macht, einfach zu genießen. Ich will dann alles perfekt haben und lächerliche Kleinigkeiten stören mein Wohlbefinden. Zu heiß, zu kalt, Hunger, Durst, trockene Lippen, ablenkende störende Gedanken, was auch immer. Ich bin da kreativ 😉

    Sobald ich in diesen Modus komme, ist es vorbei mit dem Genuss. Ich ärgere mich, dass ich z.B. nicht dran gedacht habe, etwas zu essen oder was Warmes zum Anziehen mitzunehmen, oder dass ich es in diesem besonderen Moment nicht schaffe, den Gedanken an ??? zu unterdrücken. Ich versuche, den Ärger wegzuschieben und mich voll auf den Moment zu konzentrieren, was aber leider bewirkt, dass ich mich immer mehr verkrampfe und noch mehr ärgere. Am Ende ärgere ich mich vor allem darüber, dass ich mich an solch einem perfekten Tag / in solch einem schönen Moment über eine Kleinigkeit ärgere und mir den Tag / Moment dadurch zerstöre. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich wieder mal in diesen Zustand reingekippt bin, anstatt die Situation einfach so sein zu lassen, wie sie halt ist.

    Leider passiert mir das immer öfter, und ich verkrampfe mich mittlerweile oft schon VOR einer solchen Situation, versuche, alles perfekt vorzubereiten und bin dann schon gestresst, wenn die Situation / das Wochenende / der Urlaub losgeht.

    Kennst Du so etwas auch und hast Du eine Lösung? Problem: Ich kenne und durchschaue den Mechanismus bei mir, aber wenn die Kaskade mal los geht, kann ich sie nicht stoppen.

    Beim Arbeiten, Kochen, Zeug Erledigen etc. passiert mir das nicht, da bin ich entspannt…

    Viele Grüße! Karin

    • Melanie

      Liebe Karin!
      Ich danke herzlich für dein wertvolles Kommentar sowie für deine Offenheit. Und ja – ich erkenne ein ähnlichen Verhalten ab und an bei mir selbst. Wobei ich vor allem in letzter Zeit darauf achte die Erwartungen an mich selbst niedriger zu halten. Genau deshalb habe ich unlängst einen Beitrag zu diesem Thema geschrieben. Gerne ziehe ich diesen vor und veröffentliche ihn in den kommenden Tagen bzw. Wochen. Ich hoffe du findest darin den ein oder anderen Impuls, der dich bei deiner Situation unterstützt.
      Herzliche Grüße, Melanie

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