9 Comments

  1. Gisela

    Ich kenne diese Idee von wegen die Kinder hätten sich die Eltern ausgesucht auch umgekehrt. Ich wurde einmal vor langen Jahren gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, ich hätte mir meine Eltern ausgesucht. Ich habe spontan bejaht.

    Was das Verhältnis zu den Eltern betrifft bzw. ob man etwas so machen möchte – oder auch nicht, wie es die eigenen Eltern gemacht haben: Ich habe als junge Erwachsene meiner Mutter vieles nachgetragen, nicht verstanden, Wut auf sie. Aber irgendwann einmal – auch dank eines Buches von Louise Hay (Wahre Kraft kommt von innen) – bin ich drauf gekommen, dass sie ihr Bestes gegeben hat. Manchmal war sie eben überfordert oder wusste es nicht besser. Seither geht es mir besser und wir haben eine wunderbare, respektvolle Freundschaft aufbauen können.

    Bei meinen eigenen Kindern habe ich mir die Frage, ob ich es so machen möchte wie sie – oder eben nicht – nie gestellt. Dafür habe ich mich immer wieder selber dabei ertappt, es nachzumachen und war erstaunt, wie tief die Muster sitzen. So gesehen ist die Frage ohnehin, inwiefern es eine bewusste Entscheidung ist, es den Eltern nachzumachen.

    • Melanie

      Liebe Gisela!
      Zu verstehen woher man kommt und welche Muster man durch seine Wurzeln auferlegt bekam, soll natürlich nicht im geringsten etwas mit Schuldzuweisung an die Eltern zu tun haben. Denn, dass unsere Eltern, wie auch wir als Eltern immer versuchen das Beste zu geben, steht außer Frage. Wir alle können nur aus unserem eigenen selbst handeln.
      Dennoch macht die bewusste Reflexion seiner selbst mit seinen Wurzeln Sinn. Und sei es auch nur, um bewusst zu entscheiden: Ja, ich mache dieses oder jenes genauso, wie meine Eltern. Weil ich es will!
      lieben Gruß und danke für deine interessanten Anregungen.

  2. Ich denke dabei oft an den Ausspruch „es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“. Erst wenn wir uns mit unserer Vergangenheit versöhnen, sind wir frei für den Weg in unsere Zukunft. Das ist oft unglaublich schwer und doch so wichtig. Danke für diesen Impuls.

    • Melanie

      Lieber Jean-Christoph!
      Danke auch für deinen Impuls! „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit,“ ist eines der lehrreichsten Bücher, die ich je gelesen habe. Danke für den Reminder. Ich werde es wieder einmal auspacken.
      liebe Grüße Melanie

  3. M.A.

    Hallo Melanie,

    ich bin erst seit kurzem Leser deiner Beiträge.
    Der erste Beitrag war „Wie gehts Dir? Notlüge.“ Er sprach mir aus der Seele.
    Auch dieser Beitrag ist gut und wichtig!
    Vorgestern war ich bei meiner 88jährigen Oma. Im Gespräch sagte sie irgendwann „Ja ja das Leben ist schwer.“ Genau diesen Mist habe als Kind eingeimpft bekommen. Toller Glaubenssatz ne?
    Ein weiterer toller Glaubenssatz bzw. eine stille, gesellschaftliche Vereinbarungen ist „Männer dürfen nicht weinen, müssen hart sein.“ Und was sehen wir heute auf den Straßen umher laufen? Männer egal welchen Alters mit traurigem, versteinertem oder wütendem Gesicht – es ist das innere Kind welches wir dort sehen, welches früh sein Herz verschlossen hat und nie weinen durfte. Zum ko****! Verzeih mir diesen Ausdruck aber dieses Thema bewegt mich sehr.
    Lieben Gruß
    M.A.

    • Melanie

      Lieber Mario!
      Erstmals herzlichen Dank für deine Offenheit. Mit deinem Erlebten, so glaube ich sprichst du vielen Menschen aus der Seele. Leider sind in der Kindheit angeeignete Glaubenssätze viel mehr als nur kleine Störenfriede. Sie steuern unser Leben und verweigern uns oftmals die Chance auf wahres Glück.
      Dennoch verstehe ich es als Geschenk, dass immer mehr Menschen – sowie auch du – sich bewusst damit auseinander setzen. Denn das, so glaube ich, ist die einzige Möglichkeit hinderliche Überzeugungen aufzuspüren und Schritt für Schritt loszulassen.

      • M.A.

        Liebe Melanie,
        bis auf das Weglassen des kleinen Buchstaben „s“ am Ende meines Namens, stimme ich dir in Allem zu. Tatsächlich gibt es neben Mario, Marion, Marius auch noch andere Möglichkeiten. 😉

        Lieben Gruß

        • Melanie

          Danke fürs aufmerksam machen. Ging aus deiner E-Mail Adresse nicht ganz hervor – wo dein Vorname endet und dein Nachname anfängt. Jetzt weiß ich bescheid Marios 🙂

          • M.A.

            Vielen Dank Melanie. So lange ich denken kann sorgt mein Vorname für Verwirrung. Die Menschen glauben einfach nicht das er richtig sein kann, ist er aber und das ist gut so.

            Lieben Gruß
            Marios

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