4 Comments

  1. Franzi

    Gefällt mir sehr gut deine Beschreibung – danke Melanie!
    Die Imaginationsübung mit Gefühlsanalyse kenne ich aus anderen Bereichen und weiß daher, dass sie wunderbar funktioniert.
    Grüße deine Franzi

  2. Hallo liebe Melanie,

    zunächst möchte ich dir unbedingt mitteilen, dass dich deine Artikel liebe. Du schreibst so luftig locker und schaust auch mal gern über einen vorhandenen Tellerrand hinaus. Dabei bedienst du dich einer eingängigen und zeitgemäßen Sprache. Deine Erkenntnisse basieren auf deinen Selbsterfahrungen, in Verbindung mit einer ausgewogenen Synthese aus dem von dir angesammelten und als „nützlich“ befundenen Wissen (Verstand) sowie deiner inneren Stimme (Herz). Das merkt man. Es macht deine Artikel sehr sympathisch, authentisch und rundet sie ab. Bitte mach weiter so ;o)

    Ich möchte mich deiner Schlussfolgerung anschließen. Aus deinen Augen betrachtet empfinde ich den Gleichklang von Verstand und Herz ebenfalls als äußerst erstrebenswert. Allerdings würde ich im Zweifelsfall immer dazu raten, die meist etwas leisere Stimme unseres Herzens, unserem oft polternden Verstand, vorzuziehen. Ich könnte dies auch begründen, jedoch würde das wohl den kleinen aber feinen Rahmen deines Blogs sprengen.

    Tatsächlich ist es jedoch so, dass ich für mich selbst erkannt habe, dass „Verstand“ (als stellvertretende Worthülse für unsere geistige Welt) sowie unser „Herz“ (als Platzhalter für unsere emotionale Ebene), eigentlich untrennbar miteinander verwoben sind. Deshalb sehe ich sie persönlich als Einheit an.

    Wie kam es also zu dieser „Ver-Einheit-lichung“?

    Nun, spätestens als ich während meines Medizinstudiums „Präppen“(Präparieren) musste (so wird das Sezieren von Verblichenen genannt, die ihren Körper zu diesem Zweck der Wissenschaft zur Verfügung gestellt haben), wurde es mir klar. In Rahmen unseres eben erwähnten Präppkurses, haben wir auch das menschliche Gehirn studiert. Nicht nur seine neurologische, mikro- und Makroanatomie, mit all ihren komplexen Vorgängen, sondern auch die biochemischen und physiologischen Vorgänge in unseren „grauen und weißen“ Zellen. Sei versichert, dass keiner meiner Professoren und Mitkommilitonen (mich eingeschlossen), jemals so etwas wie „Verstand“ oder eine einzelne Emotion, geschweige eine damit verbundene Erfahrung, extrahieren, exakt bestimmen und lokalisieren konnte.

    Meinen daraus gewonnenen Studien zufolge funktioniert unser Gehirn gewissermaßen holografisch und ganzheitlich. Wie kann man sich das vorstellen?

    Das was wir „Erfahrung“ nennen ist gezwungenermaßen immer an eine Emotion gekoppelt. Ohne Gefühle jedoch, die untrennbar mit einer Erfahrung verbunden sind, wäre unser Oberstübchen gar nicht in der Lage, die dafür notwendigen neuronalen Verschaltungen und Neurotransmitter (Botenstoffe) herzustellen (wir hätten somit also einen Wohnraum ganz ohne Möbel, Accsessoires und Deko). Gefühle sind sozusagen das Bindeglied zwischen unserer Geist-Bewusstseins-Einheit:
    (1) Erfahrungen, die erst durch die Verbindung mit unseren Emotionen ihre Bedeutung erhalten und der materiellen Welt:
    (2) den damit verbundenen neuronalen Verschaltungen und Neurotransmittern.

    Versucht man nun eine einzelne Erfahrung, (1) + (2), genau zu bestimmen und zu lokalisieren, indem man unserem Gehirn live beim Denken im MRT beobachtet, so erkennt man, dass bei einer einzelnen Erfahrung sehr viele unterschiedliche Hirnbereiche aktiv und miteinander vernetzt sind. Dies lässt den vorläufigen Schluss zu, dass das Denken von bestimmten Erfahrungen, durch spezifische Gehirnmuster und Signaturen, in ganz unterschiedlichen, miteinander verbundenen Gehirnbereichen, repräsentiert wird.

    Da jeder Mensch einzigartig und individuell ist, ist auch seine im MRT festgehaltene Gehirnsignatur sehr spezifisch. Das Neu-Denken und Reproduzieren ein und derselben Erfahrung, hinterlässt also bei unterschiedlichen Menschen eine voneinander abweichende Gehirnsignatur.

    Daraus folgt meiner Ansicht nach, dass eine Veränderung von unerwünschten, limitierenden Erfahrungen, Überzeugungen und Vorstellungen (Verstand) nur über die Entkoppelung, der damit verbundenen Gefühle (Herz), stattfinden kann. Man muss in diesem Fall praktisch die so entstehende neuronalen Signatur, über das Denken der Erfahrung, bis zum Gefühl, zurückverfolgen. Dann kann man die „alten“, „festgefahrenen“ Emotionen gegen neue, selbstbestimmte Gefühle, ganz bewusst und gezielt austauschen und ersetzen. Somit ändert sich bei regelmäßiger Wiederholung auch das damit verbundene, neuronale Muster, samt der damit korrespondierenden Biochemie.

    Gleichfalls gilt, dass dem eigenen persönlichen Wachstum förderliche Absichten, Überzeugungen und Erfahrungen, auf dem selben Weg die neurologische Signatur unseres Gehirns, nachhaltig prägen können. Man muss nur die damit verbundenen Emotionen, mit der gewünschten Erfahrung, durch regelmäßige, ritualisierte Visualisierung dieser Erfahrung, „bio-logisch“ miteinander verknüpfen ;o)

    So, jetzt ist aber auch schon Schluss mit der virtuellen „Klugscheißerei“ ;o)

    Viele liebe und sonnige Grüße aus dem Schwabenländle,
    dein Adrian (und Danke übrigens. ich denke du weißt schon wofür ;o)

    • Melanie

      Wow – herzlichen Dank Adrian! Sehr interessant und lehrreich. Das gibt mir auch gleich die Gelegenheit mal auf deine Seite zu verweisen (nicht das letzte Mal, möchte ich betonen).
      https://www.absolut-ich.de/ – Für alle Mentalpsychologie- und Gehirnforschungs- Interssierten ein echtes Muss. Die Beiträge sind hochwertig und bestens recherchiert. Eine Wissens- und Inspirationsquelle gleichermaßen.
      Das erinnert mich auch gleich daran, dass ich mal wieder bei dir vorbei schaue – lieber Adrian.
      Bis dahin alles Liebe und Danke!

  3. Liebe Melanie,

    deine positive Einschätzung ehrt und freut mich sehr. Du ahnst vermutlich nicht, wieviel mir dein Feedback bedeutet. Ich schätze dich sehr. Deine Arbeit und das was du machst. Naja, Arbeit war vielleicht der falsche Ausdruck. Ich bin mir sicher, dass du das was du tust, aus tiefer Überzeugung machst, denn in den Schwüngen deiner virtuellen Handschrift, kann ich sehr gut deine liebevolle Absicht dahinter spüren, die daraus immer wieder hell aufleuchtet. In diesem Fall verliert der Begriff „Arbeit“ seine manchmal negativ assoziierte Bedeutung und wandelt sich viel treffender zu einer sinnstiftenden Aufgabe.

    Das macht uns in gewisser Weise zu „Seelengefährten“. Wenn wir schon gerade dabei sind, kommt mir diesbezüglich gerade eine kleine Eingebung. Ich glaube fest daran, dass Gleichgesinnte sich unbedingt stärker miteinander vernetzen sollten, daher werde ich auf meiner Seite gleich einen Link einfügen, der schnurstracks zu der deinen führt ;o)

    Ich kann deine Seite sowieso nur jedem wärmstens empfehlen, weshalb also nicht direkt von meiner digitalen Heimat aus?

    Liebe Grüße,
    Adrian

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