14 Comments

  1. Karin

    Liebe Melanie!

    Danke für den wunderbaren Artikel!
    Deine fiktive Geschichte hat sich in meinem Leben tatsächlich ähnlich abgespielt.
    Volkschulabschluss 1987, Essen mit der ganzen Klasse und den Eltern in einer Pizzeria mit folgender Info: Alle Kinder sind von der Schule zum Essen eingeladen außer die, welche einen 3er im Zeugnis haben. Ich hab mich so schrecklich gefühlt als mein Vater stillschweigend bezahlt hat. Dieses Erlebnis inkl. dem Schamgefühl das mich damals überkam treibt mir bis heute Tränen in die Augen. Außerdem ärgere ich mich heute wahnsinnig über solche Methoden.

    Liebe Grüße, Karin

    • Melanie

      Liebe Karin!
      Kaum zu fassen, was dir da widerfahren ist. Ich würde ja fast wagen zu sagen, dass sich eine Gruppe Erwachsener hier eine vorsätzliche emotionale Misshandlung geleistet hat.
      Ich fühle mit dir und hoffe du kannst die Volksschülerin in dir mit deinen heutigen Umarmungen trösten.
      Alles Liebe Melanie

  2. Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich arbeite viel zu selten mit meinem inneren Kind, wo ich doch mit meinen Klienten immer daran arbeite. Witzig irgendwie. Es regt an darüber nachzudenken 🙂 was auch sehr wichtig ist, das man sich mal die Zeit nimmt und mal in sich geht. Ohne auf biegen und brechen
    Toll!

    • Melanie

      Hallo Sarah!
      Ein ganz wichtiger Hinweis „Biegen und Brechen“ oder gar Zwang wäre wohl der ganz falsche Zugang zum inneren Kind.
      Lieben Dank für dein Statement.

  3. Vielen Dank für diesen Beitrag. <3

    Sicher hat jeder Mensch ähnliche Erlebnisse aus seiner Kindheit, selbst die mit den Supernoten und die mit einem intakten Elternhaus. Seltsamerweise bleiben die negativen Erinnerungen stärker im Gedächtnis als die positiven. Gute Erlebnisse sind irgendwie selbstverständlich. Dabei sind es doch eigentlich diese, die uns wirklich prägen, oder?

    Niemals sollte man den Wert eines Kindes an seinen Leistungen oder gar an seinen Noten messen, die sagen rein gar nichts über die Persönlichkeit aus. Ich habe zwei Jungs mit großem Altersunterschied. Dem Großen ist immer alles zugefallen, er musste nie lernen, hatte ein Einser-Abitur und ist seit Jahren im IT-Bereich selbstständig. Er arbeitet aber nur, um sein Leben zu finanzieren und würde sich als misantrophischer Skeptiker ansonsten vor der Welt am liebsten in einer Höhle verstecken. Dabei hatte er eine überaus glückliche Kindheit, viele Erlebnisse, jedes Jahr mehrere Reisen – und Großeltern.

    Mein Nachzügler hat ADHS und wirklich schlechte Note, außer in Mathe, Englisch und Informatik jeweils eine 1. Seine Kindheit war geprägt von vielen negativen Momenten, vielen Umzügen, Schulwechsel mit Sitzenbleiben, Mobbing, Therapie, berufsbedingt nur einen einzigen richtigen Urlaub, wenig gemeinsame Zeit – und keine Großeltern. Doch er ist aufgeschlossen, freundlich, höflich, teilweise kindisch und steckt unglaublich viel weg.

    Beide sind mir gleich wertvoll. Obwohl ich mich gelegentlich ertappe, wie ich die Schulleistungen der zwei Jungs vergleiche und beim Jüngsten verzweifelt stöhne. Wenn es sich ergibt, erzählen mir beide von Momenten, in denen sie mein Verhalten als ungerecht empfunden haben. Wir können drüber reden und drüber lachen. Ich konnte echt giftig sein. Bin/war ich eine schlechte Mutter? Nö. 🙂

    Hatte das jetzt eigentlich irgendwas mit dem Thema zu tun? Nein? Egal, es musste wohl raus. 😉

    Liebe Grüße, Claudia

    • Melanie

      Liebe Claudia!
      Glücklicherweise müssen wir hier nicht kategorisieren – daher ist es völlig egal, ob dein Kommentar etwas mit dem Thema zu tun hat. In jedem Fall teilst du mit uns deine wertvollen Erfahrungen und dafür danke ich dir herzlich.
      Natürlich – und das sollte nie missverstanden werden – hatten unsere Eltern fast immer gute Absichten. Niemand kann alles richtig machen. Und außerdem – was ist richtig und was ist falsch? Auch das ist individuell.
      Dennoch glaube ich, dass es eine tolle Erfahrung für deine Jungs ist, wenn sie mit dir so offen sprechen können. Viele Mütter, die teilweise ihr eigenes Leben für ihre Kinder opfern, können nur schwer mit solch einer Kritik umgehen.
      Und ich gebe dir Recht – das Negative sollte keines Falls immer im Vordergrund stehen. Leider sind rund ein Drittel unserer Gedanken negativ behaftet. Pure Angewohnheit, würde ich das nennen. Indem man bewusst seine Gedanken immer wieder auf das Positive lenkt, kann man eine neue Gewohnheit generieren. Vielleicht wäre es mal schön, wenn deine Söhne eine Liste mit Dingen anlegen für die sie dir dankbar sind bzw. darüber was du alles richtig gemacht hast 🙂
      Herzlichen Gruß
      Melanie

      • Liebe Melanie,

        das ist ein super Rat. Ich selbst bin ein sehr positiv denkender Mensch und gehe mit einer kindlichen Leichtigkeit durchs Leben, die von der funktionierenden Gesellschaft um mich herum nicht immer wohlwollend aufgenommen wird. Von dieser Einstellung habe ich wohl eine Menge an die die beiden abgegeben. Auch wenn sie gelegentlich anecken und anders als der Durchschnitt sind, aber sie wissen, das innere Zufriedenheit nicht mit Geld zu kaufen ist. 🙂

        Lieben Gruß, Claudia

        • Melanie

          Herzlichen Dank für dein Feedback Claudia!
          Wundervoll, dass du so vorbildlich und positiv durchs Leben gehst. Bestimmt bist du für viele Menschen eine Quelle der Inspiration.
          Lieben Gruß Melanie

  4. heide

    liebe Melanie, nach meinem bisherigen spirit. Weg und gestrigem 4-stündigen Tetahealingworkshop, fällt mir dein Artikel nicht zufällig zu.
    Ich möchte ein paar Dinge ergänzen, die m.E. wichtig sind, um weniger Drama und mehr Leichtigkeit hineinzubringen. Denn darum geht es:“WEG von Dramen -HIN zur wahren Leichtigkeit des SEINs!!“
    Ob Eisdielenszene oder Schläge (meine Erfahrung) –
    es war wie es war, weil diese Erfahrungen für BEIDE Seiten notwendig waren bis hin zu den daraus folgenden Erschütterungen und folgenden Erkenntnissen, um daran zu wachsen. HEILUNG ist das wichtigste & nur mit bedingungsloser Liebe möglich.
    Selbstliebe!! Alles steht und fällt mit Selbstliebe!! Damit heilt auch das sog. innere Kind – das nichts anderes als der durch Schmerz abgespaltener REINE Seelenanteil in uns ist.

    • Melanie

      Liebe Heide!
      Danke dir, dass du deine Erfahrungen und dein Wissen mit uns teilst. Ich spüre und lese, wie sehr du dich bereits mit deinem inneren Kind beschäftigt hast. Und Selbstliebe, da stimme ich dir in jedem Fall zu, ist Heilsamkeit pur.
      Daher – danke für den Hinweis – hier ein Link zu einem Artikel über Selbstliebe: http://www.honigperlen.at/2016/10/liebst-du-dich-selbst-liebt-dich-das-leben/
      Auch hier gibt es noch vieles zu ergänzen… Glücklicherweise haben wir hier auf Honigperlen jede Menge Platz dafür. Falls auch du einmal via Beitrag mit meinen Leserinnen leiten möchtest, freue ich mich über deine Nachricht.
      Herzlichen Gruß

  5. Karin

    Liebe Melanie!
    Vielen Dank für diesen wundervollen Beitrag ! Mein inneres Kind wurde über Jahre missbraucht und gedemütigt und nicht wahrgenommen, außer, wenn es etwas falsch gemacht hat. Ich arbeite aber seit Jahren daran, es zu trösten und ihm beizustehen, damit es wieder wachsten kann… ist manchmal sehr schwer, aber ich gebe nicht auf ! Danke für die Tipps ! Alles Liebe

    • Melanie

      Liebe Karin!
      Das ist traurig zu lesen – gleichzeitig aber schön zu wissen, dass dein inneres Kind durch deine Initiativen nun langsam bekommt, was es sich schon lange wünscht. Danke für deine Offenheit. Und für den Hinweis bezüglich der Dauer. Denn wenn so ein Kind niemals wachsen durfte, muss man sehr viel Geduld mit ihm haben und vor allem dranbleiben – sowie du es tust.
      Herzliche Grüße
      Melanie

  6. Schöner Artikel Melanie.
    Ich bin vor kurzem auch wieder auf mein inneres Kind gestoßen. Ich bin mit meine 62 Jahren ein gefestigter Mensch. Doch eine Situation bringt mich – zumindest innerlich völlig aus der Fassung, immer wieder – ich dachte immer, was ist das! Rational nicht zu erklären. Jetzt habe ich die Bestätigung, dass es mein inneres Kind ist und ich übe, das zu ändern. Nicht ganz einfach, wenn diese Gefühle einen packen. Lg. Gabi

    • Melanie

      Liebe Gabi!
      Danke für´s fleißige Lesen und dafür, dass du uns auch an deinen Erfahrungen teil haben lässt. Ich wünsche dir ganz viel Kraft mit der du das Kind in dir immer wieder umarmen kannst.
      Und herzlichen Dank auch für deine wundervollen Blogbeiträge, die ich gerne verfolge.
      Herzlichen Gruß Melanie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.