Anleitung zum Schön sein – Teil IV

Anleitung zum „Schön sein“ – Teil IV

Und heute gibt’s gleich zwei Schritte, die beim Hinaufklettern der Schönheitsskala von Bedeutung sind:

Schönheit liegt im Auge des Betrachters!*

Um diesem Zitat auf dem Grund zu gehen inspizieren wir die Betrachter nun mal genauer. Nicht nur wir Frauen sind betroffen von den Auswirkungen des Schönheitskults unserer Gesellschaft. Auch viele Männer leiden unter Minderwertigkeitsgefühlen und empfinden sich als nicht attraktiv genug. Das wiederum erscheint den meisten Frauen aber völlig unverständlich, da sie bei der Auswahl ihrer Partner kaum nach dem gängigen Schönheitsideal vorgehen. Was macht es schon, wenn er ein paar Kilo zu viel oder ein kleines Bierbäuchlein hat, wenn er im Gesamtpaket dennoch ansprechend wirkt. Halbglatze, schlaksige Hände, dicke Brille, verkrümmte Zehen und eine zu groß geratene Nase sind für die meisten Frauen keine Ausschlusskriterien. Wieso also sollte es umgekehrt anders sein?

Dass wir alle bis zu einem gewissen Grad von den medienverbreiteten Idealen beeinflusst werden, liegt klar auf der Hand. Dennoch gibt es auch noch weitere Faktoren, die ihren Beitrag leisten, wenn es um die Bewertung des Äußeren eines Menschen geht. Alles was wir bisher zwischenmenschlich erlebt haben ist dafür wesentlich. Diverse Erfahrungen in der Vergangenheit haben unser Urteilsvermögen, was die Schönheit betrifft, geprägt.

Wer beispielsweise im Kindergarten von einer als böse wahrgenommenen blonden Tante betreut wurde, der tendiert später weniger oft dazu eine Blondine als attraktiv zu empfinden. Wer als Kind einen liebenswerten großen, dicken Bruder hatte, der stört sich im Erwachsenenalter wenig häufig daran, wenn ein Mensch ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringt. Dadurch wird klar, dass auch Männer bei der Auswahl ihrer Partnerinnen nicht ausschließlich nach den aktuellen Idealen vorgehen, sondern sie immer auch von persönlichen Vorlieben beeinflusst werden. So gibt es Männer zur Genüge, die auf Grund ihrer Prägungen knabenhafte, flachbrüstige, kleine, mollige, rothaarige, brünette, zarte oder sportliche Frauen bevorzugen. So manch einer interessiert sich auch für all diese Kriterien nicht, weil seine persönlichen Erfahrungen seinen Fokus unterbewusst auf andere Körperteile ausrichten. So achtet der eine bei der ersten Begegnung womöglich auf Haare, Lippen, Hände und der andere wiederum auf den Po, die Nase oder den Gesichtsausdruck.

1040_013Die Augen der Betrachter sind also genauso individuell und unterschiedlich, wie wir Frauen. So mag man zwar häufig vermuten, dass kein Mann Heidi Klum von der Bettkante stoßen würde, vergisst ihm aber dabei eine weitere Alternative anzubieten. Denn hätte er die Möglichkeit sich seine Traumfrau selbst zu modellieren, so würde er mit Sicherheit ein Unikat anfertigen, das sich weder auf der Titelseite der Vouge noch im Modekatalog wiederfinden ließe. Und dieses Unikat könntest dann beispielsweise du sein! Nichts spricht dagegen, dass auch du in den Augen des richtigen Betrachters die Schönste bist!

* Thukydides (um 455-396 v. Chr.)

Nächster Schritt:

Dankbarkeit unserem Körper gegenüber stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern steigert auch unseren Wohlfühlfaktor. Überlege doch mal, was du schon alles mit deinem Körper erlebt oder durchgestanden hast. Täglich tragen dich deine Beine in die Arbeit. Täglich bewältigst du mit deinen Händen viele Aufgaben. Täglich kommunizierst du mit deinen Lippen und deiner Mimik mit vielen Menschen. Was hast du dadurch schon alles erreicht? Was hast du bereits geschafft? Vielleicht sitzt du gerade in deiner Wohnung oder in deinem Haus. Dann sieh dich gleich mal um und stelle fest, was dein tüchtiger Körper hier alles für dich erschaffen hat. Bedenke auch die sportlichen und kreativen Leistungen, die du bereits erbracht hast. Ob Laufen, wandern, inlineskaten, spazieren, Skifahren, schwimmen, Bilder malen, fotografieren, dichten oder basteln. Nur durch die Unterstützung deines Körpers bist du dazu in der Lage all diese wundervollen Tätigkeiten auszuüben. Ist es da nicht mal an der Zeit „Danke“ zu sagen und ihn liebevoll zu umarmen?

EntspannungscafeNutze den heutigen Tag und drücke deinem Körper Wertschätzung aus, indem du ihn besonders gut behandelst. Was würde deinem fleißigen Begleiter heute gut tun? Ein heißes Bad, eine extra Portion Bodylotion, eine Gesichts- oder Handmaske, einen Spaziergang und anschließend eine leckere Tasse Cafe oder  Entspannungstee oder ein richtig feines Abendessen mit frischen Zutaten?

Zum Abschluss wünsche ich dir und „deinem Körper“ ein wohltuendes, entspanntes Wochenende. Eure Melanie

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